0

Libertäre Netzwerke in Deutschland

In Deutschland hat sich über die Jahre ein Zusammenschluss der deutschsprachigen Anarchisten gebildet. Daneben gibt es auch in anderen europäischen Ländern anarchistische Gruppen wie in der Schweiz. Dabei handelt es sich nicht nur um Gruppen, sondern auch Einzelpersonen. Sie arbeiten teilweise auf der internationalen Ebene und vertreten dann die Interessen aller Mitglieder.

Frühe Anfänge in den 60er Jahren

Bereits in den 60er Jahren bildete sich der Grundstock der Organisation in der Bundesrepublik aus. Über diese Art der Organisation gelang es, dass die Ausbildung immer feingliedriger wurde. Kleine regionale und lokale Verbände sind heute ebenso vertreten, wie nationale Organisationen. Dennoch konnte ihr Bestand immer nur über eine kurze Dauer anhalten.

Der letzte erfolgreiche Versuch wurde von der internationalen Vereinigung I-AFD ins Leben gerufen. Dies war bereits in den 90er-Jahren. Dennoch wurde zur Jahrtausendwende festgestellt, dass eine internationale Aktion nicht leicht durchführbar ist und vor allem in der Organisation reichlich Mängel und Probleme aufgetreten waren, die nicht überwunden werden konnten. Daher galt dieses Projekt als gescheitert.

Neue Projekte

Nach langer Zeit der Ruhe und wenigen Bewegung schaffte es die internationale Vereinigung in Deutschland im Jahr 2011 eine Veranstaltung aufzubauen, die dazu führte, dass im deutschsprachigen Raum wieder ein Aufbau dieser Organisation angekurbelt wurde. Schon ein Jahr später wurde ein erneutes Treffen berufen, das die Grundstrukturen festlegen sollte.

Dieser Versuch war erfolgreich. Seit 2011 kann die Organisation sogar eine Zeitung in diversen Ausgaben verlegen, in der die politischen Ansichten und Meinungen offiziell abgedruckt werden. So gelingt es nicht nur mit den Mitgliedern die Kommunikation aufrecht zu erhalten, sondern zunehmend auch neue Mitglieder zu gewinnen.

Wo sind die Organisationen ansässig?

Der Zusammenschluss der Organisation bezeichnet mehrere Netzwerke, die sich in ganz Deutschland befinden. Darunter auch das anarchistische Netzwerk Dresden. Auch wenn sie ihre eigenen Ansichten und Vorstellungen haben, so sind sie immer mit den anderen Organisationen in Deutschland und weltweit in Kontakt.

Sie profitieren von einer sehr großen Öffentlichkeitsarbeit und versuchen immer wieder Menschen von ihrem Anliegen und ihren Gedanken zu überzeugen. Sie betreiben auch einen eigenen Radiosender, der es ihnen ermöglicht Informationen an den Mann oder die Frau zu bringen. Dabei hat diese Vereinigung – wie alle anderen – Prinzipien, die man einhalten sollte, wenn man sich der Gruppe anschließen möchte. Was allerdings nicht heißt, dass automatisch jeder ausgeschlossen wird, der nicht sofort alle Dinge erfüllt. In diesen Zusammenkünften herrscht ein sehr großer Zusammenhalt und Respekt zwischen den einzelnen Mitgliedern. Jeder hat das Recht an einer Veranstaltung teilzunehmen.

Prinzipien des Netzwerks Dresden

Wer sich für den Anarchismus engagieren will und vor allem, wer möchte, dass alle Menschen gleich und frei behandelt werden, der ist in der Gruppe willkommen. Ihnen liegt es nicht daran, dass es nur Konkurrenz gibt, sondern gemäß ihrer Idee können alle zusammenleben und vor allem dadurch ein viel kreativeres und freies Leben haben.
Wer sich der Gruppe anschließen möchte, der sollte sich nicht von der Unterdrückung leiten lassen. Denn diese ist weder durch den Staat, noch durch einzelne Personen erwünscht.

Das Netzwerk ist der Ansicht, dass alle kreativ zum gemeinsamen Leben beitragen können und dazu weder ein Studium noch ein politischer Rang von Nöten ist, denn nur so können alle gehört und respektiert werden. Es gehört auch dazu an Aktion teilzunehmen, die Ungehorsam bändigen.

Parteien und andere Strukturen, aber auch Rassismus und Benachteiligung sind kein Thema in dieser Gruppe. Denn nur so kann es möglich werden, dass sich eine Gruppe solidarisch verhält und von den anderen abhebt.
Durch den Aufbau der eigenen Strukturen soll kein geltendes Recht verletzt werden und niemand zu Schaden kommen.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass sich alle Mitglieder auch übergreifend regional engagieren und, dass Probleme, nicht als individuell, sondern als Problem der Gruppe angesehen werden.