0

Kein Bock auf Nazis!?

Um den nationalsozialistischen Denkansätzen entgegen zu wirken, ist es wichtig, dass man mit offenen Augen durchs Leben läuft. Denn nur so kann es auffallen, wenn dieses Gedankengut in Umlauf gebracht wird. Das Bündnis „Kein Bock auf Nazis“ engagiert sich gegen rechts und hat einige Tipps gegeben, die man unbedingt einhalten sollte.

Augen auf

Es ist nicht unbedingt leicht sofort zu erkennen, wer rechtes Gedankengut in Umlauf bringt, aber man kann sehen, was in der Welt damit passiert. Viele intolerante, fremdenfeindliche Aussagen werden nicht ernst genommen und nach unten gespielt, damit der normale Alltag nicht gestört wird. Hier muss man…

Etwas sagen

Denn nur so kann darauf aufmerksam gemacht werden. Es ist nicht leicht, sich gegen rechte Vereinigungen zu stellen und man sollte sich nicht selbst in Gefahr bringen. Aber meist kann es schon ausreichend sein, wenn bestimmte Gedanken hinterfragt werden und mit einer klugen Reaktion der Wind aus den Segeln genommen werden kann. Dazu braucht man….

Informationen

Wenn man sich nicht sicher ist, was genau mit der Aussage des Gegenübers gemeint ist, dann ist es zunächst wichtig, dass man sich darüber beliest und die Hintergründe hinterfragt. Bei antisemitischen Aussagen, die sich womöglich auf die Vergangenheit beziehen, kann ein genaues Wissen der Geschichte nicht schaden. Nur mit konkreten Argumenten kann eine zweifelhafte Aussage hinterfragt und widerlegt werden.

Propaganda ist nicht gut

Wenn es auffällt, dass propagandistische Medien im Umlauf sind, ist es wichtig, dass diese gemeldet werden. Besonders im Internet ist es sehr leicht geworden, einen Beitrag zu melden und anzugeben, warum dieser nichts im Netz zu suchen hat.

Eigeninitiative

Will man sich engagieren muss man nicht selbst Aktionen organisieren, sondern es reicht auch sich einer Gruppe Gleichgesinnter anzuschließen. Das Mitwirken an Gegen-Demonstrationen oder das Verhindern von rechten Aufmärschen zu verhindern ist wichtig, vor allem als Zeichen einer offenen Gesellschaft, die für Offenheit und Toleranz eintritt. In den letzten Jahren konnte dies immer eindrucksvoll bewiesen werden – die Anti-Nazi-Gruppen waren um ein Vielfaches größer als die rechten Gruppen selbst.

Handeln

Auch das Eingreifen in Situationen kann notwendig sein. Man darf nicht wegsehen, wenn rechte Gruppen Passanten und ausländische Mitbürger angreifen oder beschimpfen. Alle Taten können zur Anzeige gebracht werden. Wichtig ist, dass man sich das Aussehen der Täter gut einprägt.

Reden ist wichtig

Mit einzelnen Personen kann man reden. Allerdings ist es wichtig, dass man das unter vier Augen tut und zum eigenen Schutz nicht provoziert. Wenn man im Bekanntenkreis Personen hat, bei denen rechtes Gedankengut offenkundig wird und man einen Draht zu ihnen hat, ist es wichtig, dass Gespräch zu suchen, den Personen vielleicht die Informationen zu geben, die man selbst hat und klar zu machen, dass man mit einer solchen Person nicht bekannt sein will. Es ist ebenso wichtig, dass sich über die Beweggründe des anderen zu unterhalten. Vielleicht erreichen gute Argumente ein Umdenken oder zumindest ein Nachdenken.

Wichtig ist immer, dass Gewalt keine Lösung ist.